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DER NATUR GANZ NAH

NAHERHOLUNG IN GEBÄUDEN

Der Trend zur Naturverbundenheit ist ungebrochen und wurde durch die Corona-Pandemie in den letzten Monaten zusätzlich verstärkt. Die Menschen zieht es so oft wie möglich ins Freie, um Energie für den Alltag zu tanken. Klar ist aber auch, dass wir die meiste Zeit in Gebäuden verbringen – ob nun während der Arbeit oder wegen schlechtem Wetter. Mit innovativen und kreativen Lösungen ist es jedoch möglich, die Natur in Gebäude zu holen.

Längst ist es wissenschaftlich belegt, wie Tageslicht und Pflanzen Einfluss auf unser Wohlbefinden nehmen. Möglichst groß fallen in der Architektur deshalb die Glasfronten aus, um ein Höchstmaß an natürlichem Tageslicht ins Gebäudeinnere zu lassen. Und Pflanzen? Die sind fester Bestandteil jeder Innenausstattungs-Planung. Natürlich: Die klassische Topfpflanze kann schon einiges bewirken. Aber mit innovativen Lösungen lassen sich ganze Wände begrünen sowie raumteilende Elemente aus Pflanzen erstellen – und sorgen in Gebäuden für ein wahres Naherholungs-Flair.

Viel Natur mit wenig Aufwand

Die Begrünung von Außenfassaden wird zunehmend populärer und ist insbesondere im urbanen Raum immer häufiger zu finden. Im Prinzip wird diese Idee ins Gebäude­innere geholt und an die dortigen Gegebenheiten angepasst. Aus Boxen und Platten werden Systeme zusammengesetzt, die in nahezu jeder Größenordnung passgenau gefertigt werden können. Sie bestehen aus Recyclingmaterial und lassen sich unproblematisch mit einem Klicksystem montieren. Ein kompletter Um- oder Rückbau ist jederzeit möglich. Die Bepflanzung kann von einer oder von beiden Seiten erfolgen – so­dass auch raumteilende Elemente realisiert werden können. Alle Lösungen werden jeweils mit Granulatsubstrat gefüllt und mit immergrünen Pflanzen bestückt. Ein zentral gesteuertes Pumpsystem sorgt für eine ressourcenschonende Bewässerung. Spezielle Pflanzenlampen gewährleisten zudem, dass die Pflanzen rundum gut mit Licht versorgt werden. Der Pflegeaufwand ist dementsprechend gering.

Die Vorteile von Pflanzen liegen auf der Hand: Sie fügen sich optisch in nahezu jedes Umfeld ein und sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Die grünen Wände verbessern die Qualität der Raumluft erheblich, da die Pflanzen Sauerstoff produzieren und CO2 absorbieren. Zudem nehmen sie positiven Einfluss auf die Akustik in Räumen und können bei Bedarf sogar mit zusätzlichen Schallschutzkernen ausgestattet werden. So sorgen sie beispielsweise in Großraumbüros nicht nur für Sicht-, sondern auch für Lärmschutz.


Die Ruhe des Waldes

Eine besonders beruhigende Atmosphäre können Moosbilder in Gebäude bringen, die vor allem durch ihre außergewöhnliche Struktur auffallen. Moosarten in verschiedenen Formen und Farben werden hierzu auf Holzrahmen aufgebracht – eine individuelle Anfertigung ermöglicht eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Ein herausragender Pluspunkt der Moosbilder ist ihre Pflegeleichtigkeit: Sie müssen noch nicht einmal bewässert werden.  Die spezielle Oberflächenbeschaffenheit der Moosbilder kommt vor allem der Akustik und der Raumwahrnehmung zugute.

Die Natur in allen Facetten

Neben der Begrünung von Räumen kann auch das Element Wasser für ein großes Plus an Wohlbefinden sorgen. Die absolute Königsklasse – die sich vor allem für den Objektbereich eignet – sind großformatige Wasserwände. Insgesamt sind in Größe und Form nahezu keine Grenzen gesetzt, auch kleine Elemente in verschiedenen Formen sorgen für eine große Wirkung. Die Elemente können aus Steinkeramik oder Glas nach individuellen Wünschen gefertigt werden. Die Lösungen sind in der Regel modular geplant und mobil einsetzbar. Eine innovative Pumptechnik sorgt für den Wasserfluss, sodass für die Wasser-Elemente lediglich ein Stromanschluss und kein Wasserzulauf benötigt wird. Ganzheitliche Konzepte

Moosbilder überzeugen mit ihrer besonderen Struktur – und mit ihrer Pflegeleichtigkeit. © Adobe Stock

Individualisierung steigert den Umsatz

Für Betriebe heißt das, die Kommunikation und Interaktion mit dem Kunden zu stärken. Hierfür müssen entsprechende Kompetenzen aufgebaut und vermittelt werden. Prof. Dr. Gunter Friedl, Lehrstuhlinhaber Controlling am Ludwig-Fröhler-Institut für Handwerkswissenschaften, empfiehlt daher neben der Fachkräftesicherung durch eigene Ausbildung und die Aktivierung vorhandener Arbeitskräftepotenziale vor allem die Erhöhung der Attraktivität als Arbeitgeber. Das (Selbst-)Marketing spielt eine entscheidende Rolle, denn immer mehr Kunden nutzen unterschiedliche Medien, um sich über Handwerks- oder Architektenleistungen zu informieren. Es geht also um die Persönlichkeit, die eigene DNA. Darum, wie sich Betriebe präsentieren, wie sie ihre Kunden ansprechen und neue Zielgruppen, die sich durch ein individuelles Leistungsangebot, kompetente Beratung und perfekten Service sowie Kooperationen mit anderen Betrieben ansprechen lassen, in den Fokus rücken können. Das schließt die Präsenz und Aktivität in sozialen Netzwerken mit ein.

Die besten Effekte in puncto Wohlgefühl in Gebäuden werden erzielt, wenn ein individuelles Raumkonzept umgesetzt wird, das die räumlichen Gegebenheiten, die Nutzung sowie die individuellen Wünsche berücksichtigt. So können beispielsweise in der Kombination von Pflanzen- und Wasser-Wänden gezielt Parameter – wie unter anderem die Luftfeuchtigkeit – maßgeblich verbessert werden, um für ein angenehmes Raumklima  zu sorgen.

Neben den klar messbaren Verbesserungen erzeugen gut durchdachte Planungen mit den verschiedenen Elementen auch auf großen Flächen ein hohes Maß an Wohlbefinden. Öffentliche Bereiche können beispielsweise von denjenigen optisch getrennt werden, in denen mehr Ruhe gewünscht wird.

Bei allen Vorzügen ist vor allem eins sicher: Die Gestaltung von Innenräumen mit Elementen der Natur ist alles andere als gewöhnlich. Mit den innovativen Lösungen lassen sich mit überschaubarem Aufwand exklusive Wohlfühl-Bereiche schaffen, die stilsicher und absolut zeitgemäß sind.