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Mikroplastikeinträge

Effektiv die Umwelt schützen

Die Diskussion um Mikroplastikeinträge ist längst in der Öffentlichkeit angekommen. Hierbei geht es nicht mehr „bloß“ um Plastikmüll im herkömmlichen Sinne, der Meere verdreckt. Immer mehr Menschen informieren sich darüber, über welche Wege Mikroplastik in die Umwelt gelangt. Und das ist auch gut so! Ob Textilien, Verpackungen oder Kosmetik: Alles steht auf dem Prüfstand.

Bis Plastikpartikel im Wasser vollständig zersetzt sind, dauert es Jahrhunderte. Mit weniger als 5 mm gelten sie als Mikroplastik und gelangen über Vögel und Meerestiere in die Nahrungskette. Die Auswirkungen auf Mensch und Tier sind noch nicht eindeutig belegt, haben aber in Forschungsprojekten höchste Priorität. In diesem Rahmen rücken zudem die Auswirkungen von Mikroplastikeinträgen auf die Umwelt in den Fokus, wozu beispielsweise Reifenabrieb von Straßen und Abnutzung von Kunstrasenplätzen zählen.

Die Abriebe dürfen nicht in die Nahrungskette gelangen. © Adobe Stock

Grip mit Folgen

Neuesten Untersuchungen zufolge stellt der Abrieb von Reifen auf Straßen mit 57,5 % des Gesamtvolumens sogar den größten Anteil von Mikroplastikeinträgen in die Umwelt dar. Gemeinsam mit anderen Schadstoffen gelangen sie durch das Regenwasser in Böden sowie Gewässer und so in die Nahrungskette. Reifen müssen hohe Anforderungen erfüllen: Sie sollen eine möglichst große Haftung auf der Straße bei gleichzeitig möglichst geringem Rollwiderstand haben. Sicher sollen sie sein – aber einen geringen Energieverbrauch gewährleisten. Das alles ist nur möglich, indem Gemische aus Natur- und Synthesekautschuk, industriell hergestellten Rußen und Silicia-Verbindungen für die Reifenproduktion verwendet werden. Eben diese Gemische erzeugen bei der Nutzung Mikroplastik, was durch die Haftreibung der Reifen auf dem Straßenbelag entsteht.

Trennverfahren

Grundsätzlich ist es relativ einfach, Mikroplastikpartikel aus Wasser zu entfernen – und zwar mittels Sedimentation bzw. Flotation oder Filtration. Stoffe, die schwerer sind als Wasser, sinken zu Boden (Sedimentation). Und Stoffe, die leichter sind als Wasser, schwimmen an der Oberfläche (Flotation). Dieses Prinzip kann zur Entfernung von Reifenabrieb aus dem Wasser genutzt werden: Da Reifenabriebe eine geringere Dichte haben als Wasser, schwimmen sie oben. Um diese zu separieren, gibt es bereits Lösungen wie den Lamellenklärer ViaTub. Hier ist serienmäßig eine Einrichtung integriert, die neben Partikeln auch schwimmende Flüssigkeiten zurückhält und speichert. Durch die Ablaufkonstruktion und die getauchte Anordnung der Lamellen entsteht über die gesamte Oberfläche der Baukörper ein Sammelraum für Schwimmstoffe.
Sehr kleine Partikel können nur mit großem Aufwand durch mechanische Verfahren aus dem Wasser entfernt werden. Hier ist die Filtration die wirtschaftlichere und sicherere Lösung. Modernste Filterverfahren, wie beispielsweise ViaPlus und ViaGard, können die Trennschärfe im Bereich von Partikeln unabhängig von ihrer Dichte steigern. Sie sind für die direkte Versickerung von Regenwasser aus stark verschmutzten Verkehrsflächen zugelassen.

Abrieb oder Abpfiff?

Auf Kunstrasenplätzen lässt es sich hervorragend Fußball spielen. Die Beläge hierfür kann man mit einem Kunststoffteppich vergleichen: Sie bestehen in der Regel aus EPDM-Granulat – Infill-Material beim verfüllten Kunstrasen – und synthetischen Grasfasern. Durch den mechanischen Abrieb bei der Nutzung lösen sich winzige Partikel. Die Austragsmengen betragen bei modernen Plätzen pro Jahr satte 250 bis 300 kg. Um zu verhindern, dass die Mikroplastikpartikel durch Regen oder Reinigung in den natürlichen Wasserkreislauf und somit in die Nahrungskette gelangen, ist die Oberflächenfiltration eine gute Lösung: So separieren zum Beispiel Sportfix Clean Rinnen selbst kleinste Partikel. Sie halten nicht nur mit Mikroplastik belastetes abfließendes Wasser ab, sondern auch größere Partikel, die während der Kunstrasennutzung anfallen. Im Rinnenstrang wird das Wasser gesammelt, abgeleitet und dabei durch den Rinnenfilter geführt und gefiltert.


Fazit

Effektive Entwässerungs- und Filtersysteme sind unerlässlich, um Mikroplastikeinträge weitestgehend zu verhindern. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass durch Sedimentation und Filtration neben Mikroplastik auch andere Schadstoffe, wie Schwermetalle oder Mineralölkohlenwasserstoffe, vom Wasser getrennt werden können. Die Lösungsmöglichkeiten sind insgesamt vielfältig und lassen sich hervorragend bereits bei Projektplanungen mit einbeziehen oder aber auch nachrüsten.