© Adobe Stock
© Adobe Stock
Aktuelles & Branche

#Erfolgsmodell

Social Media

Social Media ist ein wichtiges Werkzeug zur Kundenkommunikation und Akquise. Das haben viele Handwerksbetriebe erkannt. Wir werfen einen Blick auf die gängigsten Plattformen und inspirierende Social Media-Themen. Best Practice-Beispiele inklusive.

Jeder dritte Kleinbetrieb nutzt die sozialen Netzwerke, um neue Kunden zu finden und bestehende Kontakte zu pflegen. Zahlreiche Statistiken zu Mediennutzung, Leseverhalten und Altersstruktur zeigen, dass sich nicht nur junge Menschen online über Dienstleistungen, bestimmte Produkte oder aber Jobangebote informieren. Diese Entwicklung beschreibt keinen Trend, sondern unsere Zeit. Daher macht es wenig Sinn, die Augen vor der Digitalisierung zu verschließen. Auch wenn alteingesessene Handwerksunternehmen nicht immer Schritt halten können, es lohnt sich, das soziale Netz für sich zu erschließen.

Neue Medien erreichen auch neue Kundenschichten!

Die Social Media Tool-Box

Twitter, Instagram, Pinterest, Facebook oder YouTube – welche sozialen Netzwerke geeignet sind, hängt stark vom jeweiligen Betrieb ab. Generell bieten alle Plattformen die Möglichkeit, zielgerichtete Links zum eigenen Angebot oder Blog zu platzieren, Interessenten up to date zu halten und Wissen zu vermitteln. Während manche Netzwerke einen Fokus auf Bilder legen, sind andere eher Content-orientiert. Vorher-Nachher-Stories von der Badsanierung beispielsweise leben von guten Motiven, während eine Anleitung zum Heizungstausch, die Argumentation für eine moderne Wärmedämmung oder der Bau einer Terrasse besser als Erklär-Video funktionieren. Was alle eint: Regelmäßigkeit ist Pflicht! Also überlegen Sie gut, welche Inhalte und Themen sich im Alltagsbetrieb generieren lassen, und setzen Sie im Zweifel erst einmal auf nur einen Kanal. Auch ein eigener Blog ist ideal, um Besucher hinter die Kulissen eines Betriebs zu führen und so zu Ausführungen, Baustellen und Produktionsstätten mitzunehmen oder aber Fachwissen zu vermitteln und Fragen zu beantworten – sei es über Kommentare oder eigene Artikel.

Netzwerk
Facebook
Twitter
Instagram
Pinterest
YouTube
Netzwerk

Was?

Facebook

Bilder, Videos, Links, Texte

Twitter

telegrammartige Kurznachrichten (Tweets), Links

Instagram

Bilder, Videos, Kurzbeschreibungen

Pinterest

Bilder, Videos

YouTube

Videos

Netzwerk

Warum?

Facebook

extrem vielseitig, hohe Nutzerzahl, nahezu jeder Inhalt kann verbreitet werden

Twitter

Verbände, Handwerkskammern, Hersteller sind ebenso aktiv wie potenzielle Interessenten

Instagram

hochwertige Fotos und Videos werden honoriert, gute Vernetzung möglich

Pinterest

dient Usern zur Orientierung, Inspiration, Recherche

YouTube

riesige Nutzerzahl, Interessensgruppen zu jedem Thema

Netzwerk

Wofür?

Facebook

Unternehmensinformationen, Ankündigungen, Veranstaltungen, Dienstleistungen, Gewinnspiele uvw.

Twitter

Information über News, Profilierung als Experte (z. B. können regelmäßige Blog-Beiträge/ News zstzl. hier verbreitet werden)

Instagram

Gewerke, die viel mit Optik/Design arbeiten, Referenzen zeigen und beschreiben

Pinterest

ansprechende Bilder aus dem Alltag: Vorher-Nachher/ How-to/DIY etc.

YouTube

ideal zur Wissensvermittlung / Expertise (Referenz des Monats, Anleitungen, Tipps & Tricks, Webinare etc.)

Best of Social Media

Best of Social Media: Umweltschutz, Nachwuchsmangel, Digitalisierung oder Gleichberechtigung – Handwerker haben im letzten Jahr viele Themen erfolgreich aufgegriffen. Kreativität wurde dabei besonders belohnt.

#Umwelt – Die Steinbildhauerei Vincent wirbt auf Facebook mit ihrem „Oskar der grünen Branche“ für ihr Konzept des „Recyclinggrabmals“: Ein auf der eigenen Webseite bereitgestelltes kostenloses Angebot für das gestaltende Gewerbe mit Anleitungen und Produkten aus abgeräumten Grabmalen mit dem Ziel, ehemalige Grabmale aus Naturstein wieder- und weiterzuverwerten.

#Nachwuchs – Die Frage, wie man junge Menschen für das Handwerk begeistern kann, beantwortete der Bundesverband Rollladen und Sonnenschutz musikalisch und wurde mit hoher Aufmerksamkeit belohnt: in einem YouTube-Video wirbt der Rapper Izzwo für den Beruf des Mechatronikers.

#FrauenimHandwerk – Unter dem Motto „Selbst ausprobieren“ haben vier Kandidatinnen bei einem Coburger Steintechniker mit Presslufthämmern Sandstein zu Smileys verarbeitet und verbreitet. Die Schornsteinfegerin Vanessa Didam wiederum diskutiert auf Instagram erfolgreich die Frage, was heutzutage noch typisch männlich, was typisch weiblich ist.

Vorteile von Social Media

Durch Präsenz und Aktivität in sozialen Netzwerken können Handwerksbetriebe unterschiedliche Vorteile generieren:

#1 Aufmerksamkeit potenzieller Neukunden

#2 Vergrößerung Bestandskundenkreis

#3 Kommunikation mit/zu Bestandskunden

#4 Ankündigungen/Nachberichte von Veranstaltungen, Hausmessen etc.

#5 Gewinnung neuer Mitarbeiter durch Profilierung als attraktiver Arbeitgeber

Felix Schröder, bekannt als @gipserfelix, berichtet auf Instagram über seine Arbeit und macht erfolgreich Werbung für sein Handwerk. © Felix Schröder

Surftipps fürs Handwerk

Seit Sommer 2017 postet @gipserfelix auf der elterlichen und eigenen Instagram-Seite. Mittlerweile gilt er als Influencer des Handwerks. Im Podcast „Social Handwerk“ erklärt er, wie Sie mit Ihrem Unternehmen auf Instagram Wachstum generieren können. → www.handwerk-magazin.de/social-handwerk-der-podcast-von-felix-schroeder-gipserfelix/

Als „Online-Hauscoach“ macht Daniel Baden – Handwerksmeister und anerkannter Bau-Sachverständiger für Schäden an Gebäuden und Wertermittlung – in den sozialen Medien mit dem kostenlosen Webinar „Expertentipps für die eigenen 4 Wände“ professionell auf sich und seinen Dachdeckerbetrieb aufmerksam. → www.online-hauscoach.de